Wir fördern Kultur.

Willkommen auf den Seiten des Spendenparlaments für Schleswig-Holstein. Danke, dass Sie sich die Zeit nehmen, das noch junge Spendenparlament kennen zu lernen.

Auf den folgenden Seiten erfahren Sie Wichtiges zur Idee des Spendenparlaments, seinen Zielen und Grundsätzen. Wir begleiten Sie  dabei bis zur Möglichkeit, selbst Parlamentarier zu werden und damit ein aktiver Förderer des kulturellen Lebens in Schleswig-Holstein.

 

Aktuelles

November: Das Spendenparlament hat im Umlauf beschlossen,drei Anträge in die Förderung aufzunehmen (siehe: Projekte)  

September: Am 21. September 2016 bereitete der geschäftsführende Verein die bisher eingegangenen Anträge für das Parlament vor. Er prüfte insbesondere die Frage, ob die zu fördernde Maßnahme den satzungsmäßigen Zwecken des Vereins entspricht. Danach werden die Anträge dem Parlament vorgelegt. Dies kann sowohl in einer Versammlung als auch in einer Abfrage (e-mail oder Brief) erfolgen.

Es können auch weiterhin Anträge auf Förderung gestellt werden.

Der Trägerverein weist noch einmal darauf hin, dass eine Förderung unbedingt in der Öffentlichkeitsarbeit des geförderten Projekts erscheinen solte. Die Mitglieder des Vorstandes werden in Zukunft alle geförderten Projekte, soweit dies zeitlich möglich ist, besuchen.

 

Einladung

Alle Parlamentsmitglieder (und solche, die es werden wollen) sind eingeladen, eine besondere Führung durch die Rungholt-Ausstellung, deren Katalog gefördert worden ist, durch Dr. Haupenthal im Nissenhaus in Husum mit anschließendem Gespräch zu erleben (Datum:  8. November 2016, 14.00 Uhr).

Die Einladung wird gerade per Mail und per Post verschickt.

 

Hans-Ruprecht Leiß-Radierung und Mitgliedschaft im Spendenparlament

Die Mitgliederzahl des Parlaments hat sich seit Mitte 2015 bis September 2016 verdoppelt. Diese Entwicklung ist zu großen Teilen auch der großzügigen Unterstützung des Flensburger Künstlers Hans-Ruprecht Leiß zu verdanken, der uns als Willkommensgabe des Spendenparlaments seine Radierung "Arche" kostenlos zur Verfügung stellte (100 handsignierte Exemplare).

Es gibt noch einige Exemplare. Wenn Sie Mitglied des Spendenparlaments werden wollen (mindestens 60,00 € im Jahr), dann teilen Sie uns dies bitte mit (Caroline Schwarz, Bahnhofstr.4, 24837 Schleswig). Sie erhalten dann den Stich zugeschickt.

Wir drucken unten den Artikel ab, den Stephan Richter, sh:z-Verlag, über dieses Vorhaben schrieb:

 

Ein Spendenparlament für die Kultur

20.000 Euro für 20 Projekte im Land.

Neue Vereinsmitglieder erhalten eine Radierung von Hans-Ruprecht Leiß.

Gerade erst hat das Schleswig-Holsteinische Spendenparlament für Kultur und Gesellschaft wieder getagt. Kein Fraktionsstreit, keine Parteidebatten. Selbst die Kieler Kulturpolitik war nicht Gegenstand von Diskussionen. Es ging vielmehr um einfache, unbürokratische Unterstützung von Kulturprojekten im Land. Nur die Sache zählt.

Gefördert werden von dem ehrenamtlichen Parlament aus Spendenmitteln und Mitgliedsbeiträgen Veranstaltungen, Aufführungen und Initiativen, die meist nicht große Schlagzeilen machen, die aber für das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Schleswig-Holstein von unschätzbarem Wert sind. „Ohne diese Vielfalt wäre der Norden ärmer“, sagt der Gründungsvater des Spendenparlaments, Karl-Heinz Groth aus Eckernförde. Willy Diercks, ebenfalls ein „Mann der ersten Stunde“, ergänzt: „Gerade diese kleineren, aber deswegen nicht minder bedeutsamen Projekte haben es in Zeiten leerer öffentlicher Kassen schwer, sich über Wasser zu halten. Zumal die Wirtschaft ihr Sponsoring immer stärker auf den Sport und kulturelle Großereignisse konzentriert.“ Das Spendenparlament ist ein einmaliger Weg, Gutes zu tun und gleichzeitig mitzureden, wenn über Förderanträge entschieden wird.

Das sah auch der Flensburger Künstler Hans-Ruprecht Leiß so und entschloss sich, interessierten Bürgerinnen und Bürgern das Spendenparlament mit einem kleinen Kunstwerk noch „schmackhafter“ zu machen. Der über die norddeutschen Grenzen hinaus bekannte Zeichner schuf eine Radierung (Abbildung), die nun als Spende des Künstlers möglichst viele Kulturinteressierte bewegen soll, „Parlamentarier“ zu werden. Mit einem Mitgliedsbeitrag von fünf Euro monatlich kann jeder Mitglied im Spendenparlament e.V. und gleichzeitig Förderer werden, denn der Beitrag, der steuerlich abgesetzt werden kann, geht in den großen Topf zur Unterstützung der Kultur in Schleswig-Holstein. Welche Projekte und Initiativen letztlich eine Spende erhalten, wird demokratisch entschieden, denn die Mitgliedschaft berechtigt dazu, an allen Sitzungen des Parlaments teilzunehmen, in denen über Förderanträge abgestimmt wird.

Gegründet wurde das Spendenparlament für Schleswig-Holstein e.V. am 1. September 2011 im Kieler Landeshaus. Es ist weltanschaulich, konfessionell und politisch unabhängig und vergibt Spenden nur an gemeinnützig anerkannte Projekte, Initiativen und Einrichtungen. „Transparenz und aktive Teilhabe an Vergabeentscheidungen sind wichtige Kriterien dieser Institution“, sagt Caroline Schwarz als Vereinsvorsitzende. Als Parlamentspräsident amtiert derzeit der frühere NDR-Moderator Norbert Radzanowski.

Die Leiß-Radierung in einer Auflage von 100 Exemplaren geht nummeriert und signiert an jedes neue Mitglied. „Besser kann man sein Geld nicht anlegen“, sagt Willy Diercks schmunzelnd, „mit einem Jahresbeitrag von 60 Euro gibt es nicht nur diese wertvolle Radierung, sondern auch das schöne Gefühl, sich für die vielfältige kulturelle Landschaft im Norden stark gemacht zu haben.“ Künstler Leiß fügt an: „Und eine höhere Rendite gibt es nirgends, schon gar nicht bei der derzeitigen Nullzins-Politik.“

Die Rendite des Spendenparlaments dagegen kann sich sehen lassen: Seit 2011 wurden rund 20 Projekte im Land mit knapp 20 000 Euro unterstützt.

Stephan Richter

 

Bischof Gerhard Ulrich

Bischof Gerhard Ulrich

"Ohne Kultur geht gar nichts! Denn: Mensch sein heißt, in Beziehungen leben. Zu anderen Menschen und auch zu Gott. Beziehungen müssen gepflegt werden – darum brauchen wir Beziehungspflege – also Kultur: im privaten und im öffentlichen Leben."